VEREIN RESPEKTIERE

Esel in Mauretanien

Seit Jahrhunderten werden Esel in Afrika als Arbeitstiere benutzt. Dass diese wunderbaren Geschöpfe nahezu unglaubliche körperliche Höchstleistungen erbringen können, dass ihre Leidensfähigkeit Grenzen überschreitet, welche für uns Menschen eigentlich unfassbar erscheinen, wird ihnen dabei nur all zu oft zum Verhängnis. Nouakchott, die Hauptstadt von Mauretanien; seit Gedenken schuften hier mehr als 100.000 Esel unter unwürdigsten Umständen. Fast die gesamte Wirtschaft passiert auf den Rücken der Grauohren, allein für den Wassertransport in Nouakchott sind nur einige wenige Haushalte mit Wasserleitungen versorgt verrichten nach einer vorsichtigen Schätzung mehr als 40.000 Esel ihren stets unbelohnten Dienst am Menschen. Sie arbeiten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, ziehen dabei einen schweren Eisenkarren hinter sich her, auf welchem zwei 200-Liter-Fässer gefüllt mit der lebensrettenden Flüssigkeit befestigt werden. Dazu kommt dann noch der Fahrer selbst und in Summe überschreitet das Gesamtgewicht die 500 kg Marke sehr schnell. Sollte ein Esel nicht mit einer höheren Last als der einem Viertel seines Eigengewichtes entsprechend beladen werden, so haben es die Zugtiere an diesem Ort mit Belastungen zu tun, welche sein Körpergewicht um das Doppelte übersteigen!!! Noch schlimmer erwischt es jene, die an den Baustellen ihre Arbeit verrichten - wir haben viele, viele Esel gesehen, die dort bis zu 1.000 kg an Waren Nägel, Lacke, Teppiche, Eisenteile usw. - befördern! Als Lohn für die Schwerstarbeit müssen sie dann auch noch ständige Prügel von ihren Besitzern über sich ergehen lassen; wie zur Bekämpfung der absoluten Tristesse in einem der ärmsten Ländern dieser Erde landet der Holzknüppel wieder und wieder auf ihren Rücken. Zaumzeug aus einfachsten Mitteln selbst gebastelt, unter der Verwendung von Stricken, rostigen Ketten und Stofffetzen scheuern bei jedem Schritt die allermeisten der Tiere sind mit den Spuren der Misshandlungen gerade zu übersät, offene Wunden und eitrige Entzündungen stehen an der Tagesordnung. Gefüttert werden sie, so unglaublich das klingt, mit nichts anderem als zerkleinerten Karton. Esel entziehen der Pappe die Zellulose und so sorgt das Verpackungsmaterial - dank einer enormen Rohfaser-Aufnahmekapazität - für ein Überleben. Ein weiterer Faktor, der ihre Situation zusätzlich im wahrsten Sinne des Wortes anheizt, ist die glühende Wüstensonne; so werden im Sommer Temperaturen um die 45 Grad erreicht, im Winter sinkt das Quecksilber des Thermometers selten unter die 27 Grad Marke; bei unserem letzten Besuch im Februar erreichten die Temperaturen, mitten im ‚Winter’, gar mehr als 35 Grad! Schatten gibt es weit und breit keinen, Ruhepausen selbst in der größten Mittagshitze ebenso nicht... Nun über die Behandlung von Seiten ihrer Besitzer zu diskutieren ist müßig seit Jahrhunderten wurden ‚die Tiere, die man schlägt (tatsächlich gibt es in verschiedenen landesüblichen Dialekten nicht einmal ein Wort für Esel)’ so gehalten, und das Delikt ‚Tierquälerei’ wird nicht als solches erkannt. Die Menschen Mauretaniens sind ein offenes Volk, selbst in größter Armut vegetierend, haben sie immer ein Lächeln auf den Lippen - doch leider können sie aus existenziellen Gründen diese Güte nicht an ihre Tiere weiter geben. Wie dem auch sei, unsere Aufgabe ist es den Eseln in ihrer Not beizustehen, ihre Besitzer aufzuklären, ohne den mahnenden Zeigefinger zu erheben. Und seit 2005 sind wir sehr erfolgreich in diesem Bestreben, es ist uns gar gelungen eine mobile und eine fixe Klink, wo Eselbesitzer ihre Tiere kostenlos versorgen lassen können, aufzubauen! So fahren unsere (einheimischen) Tierärzte an fünf Tagen die Woche von Wasserstelle zu Wasserstelle und versorgen die Leidenden; niemals vergessen sie dabei den Fahrern einen ethischen ‚Unterricht‘ zu geben, ihnen die Folgen des Schlagens aufzuzeigen. Auch Arbeitsplätze, neben denen unserer Ärzte, haben wir geschaffen, weil wir nun vor Ort Halfter mit langen Seilen zum Lenken der Tiere fertigen lassen der Vorteil liegt klar auf der Hand: werden die Esel nun über die Zügel in die richtige Richtung gesteuert, ist keine Hand frei um den Schlagstock zu bedienen! Dann sollte es uns gelingen einen Radio-Spot zu verfassen und dieser hatte eine sensationelle Wirkung! Über einige Monate hinweg konnten die Menschen nun täglich mehrmals hören wie ein Geistlicher Koranstellen zitierte, welche eine Misshandlung von Tieren geißeln! Schon bei unserem vorletzten Besuch hörten wir beigeisterte Stimme zu dieser Einschaltung, und bei unserem letzten Aufenthalt vor einigen Wochen erzählten uns unterschiedlichste Menschen davon, wie sie nun des Öfteren beobachteten, dass PassantInnen schlagende Eselbesitzer auf Allahs Wort aufmerksam machten. An den Wasserstellen selbst wurden wir restlos überzeugt: es gab eindeutig weniger Wunden und so viel mehr den Eseln gut gesinnte Eselbesitzer! Ein historischer Erfolg! Und nebenbei schrieben wir auch Geschichte: Es ist der wohl allererste Tierrechtsspot, der jemals in Mauretanien, vielleicht sogar in ganz Afrika, on-air ging! Wir sind auf dem richtigen Weg und das ist ein Grund zur Freude! Zurücklehnen allerdings dürfen wir uns gerade jetzt keinen Millimeter nun gilt es diese neuen Errungenschaften zu etablieren! Eine Tatsache, die uns sehr zu schaffen macht, ist folgende: es gibt in Mauretanien viele Gastarbeiter, die Nouakchott aufsuchen, weil sie in der größte Ansieldung der gesamten Sahara ein besseres Auskommen für sich erhoffen. Sie bleiben nur für einige Monate meist so lange ein Visum lastet mieten sich für diese Zeit einen Esel, um damit wenigstens ein kleines Einkommen sicher zu stellen. Sie wissen, sie gehen bald wieder zurück nach Hause und möchten in dem kurzen Zeitraum der bleibt möglichst viel Geld verdienen der Esel wird so zum Teil eines Kreislaufes, wird zur übernatürlichen Anstrengung gezwungen, ohne Rücksicht auf das Morgen; eine Symbiose, welche für den Esel sehr oft tödlich endet... Auch eine Eselkrankheit macht uns schwer zu schaffen diese, mit grippeartigen Symptomen beginnend, lässt das infizierte Tier lethargisch werden, seinen Appetit auf Null sinken; 50 % der Angesteckten sterben daran! Dabei kann eine einfache Impfung im Wert von umgerechnet weniger als drei Euro dem Esel das Leben retten!
Verein RespekTiere, Gitzenweg 3, A-5101 Bergheim                                                                RespekTiere International e.V., Nonner Str. 6b, D-83435 Bad Reichenhall .
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Esel in Mauretanien

Seit Jahrhunderten werden Esel in Afrika als Arbeitstiere benutzt. Dass diese wunderbaren Geschöpfe nahezu unglaubliche körperliche Höchstleistungen erbringen können, dass ihre Leidensfähigkeit Grenzen überschreitet, welche für uns Menschen eigentlich unfassbar erscheinen, wird ihnen dabei nur all zu oft zum Verhängnis. Nouakchott, die Hauptstadt von Mauretanien; seit Gedenken schuften hier mehr als 100.000 Esel unter unwürdigsten Umständen. Fast die gesamte Wirtschaft passiert auf den Rücken der Grauohren, allein für den Wassertransport in Nouakchott sind nur einige wenige Haushalte mit Wasserleitungen versorgt verrichten nach einer vorsichtigen Schätzung mehr als 40.000 Esel ihren stets unbelohnten Dienst am Menschen. Sie arbeiten von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, ziehen dabei einen schweren Eisenkarren hinter sich her, auf welchem zwei 200- Liter-Fässer gefüllt mit der lebensrettenden Flüssigkeit befestigt werden. Dazu kommt dann noch der Fahrer selbst und in Summe überschreitet das Gesamtgewicht die 500 kg Marke sehr schnell. Sollte ein Esel nicht mit einer höheren Last als der einem Viertel seines Eigengewichtes entsprechend beladen werden, so haben es die Zugtiere an diesem Ort mit Belastungen zu tun, welche sein Körpergewicht um das Doppelte übersteigen!!! Noch schlimmer erwischt es jene, die an den Baustellen ihre Arbeit verrichten - wir haben viele, viele Esel gesehen, die dort bis zu 1.000 kg an Waren Nägel, Lacke, Teppiche, Eisenteile usw. - befördern! Als Lohn für die Schwerstarbeit müssen sie dann auch noch ständige Prügel von ihren Besitzern über sich ergehen lassen; wie zur Bekämpfung der absoluten Tristesse in einem der ärmsten Ländern dieser Erde landet der Holzknüppel wieder und wieder auf ihren Rücken. Zaumzeug aus einfachsten Mitteln selbst gebastelt, unter der Verwendung von Stricken, rostigen Ketten und Stofffetzen scheuern bei jedem Schritt die allermeisten der Tiere sind mit den Spuren der Misshandlungen gerade zu übersät, offene Wunden und eitrige Entzündungen stehen an der Tagesordnung. Gefüttert werden sie, so unglaublich das klingt, mit nichts anderem als zerkleinerten Karton. Esel entziehen der Pappe die Zellulose und so sorgt das Verpackungsmaterial - dank einer enormen Rohfaser- Aufnahmekapazität - für ein Überleben. Ein weiterer Faktor, der ihre Situation zusätzlich im wahrsten Sinne des Wortes anheizt, ist die glühende Wüstensonne; so werden im Sommer Temperaturen um die 45 Grad erreicht, im Winter sinkt das Quecksilber des Thermometers selten unter die 27 Grad Marke; bei unserem letzten Besuch im Februar erreichten die Temperaturen, mitten im ‚Winter’, gar mehr als 35 Grad! Schatten gibt es weit und breit keinen, Ruhepausen selbst in der größten Mittagshitze ebenso nicht... Nun über die Behandlung von Seiten ihrer Besitzer zu diskutieren ist müßig seit Jahrhunderten wurden ‚die Tiere, die man schlägt (tatsächlich gibt es in verschiedenen landesüblichen Dialekten nicht einmal ein Wort für Esel)’ so gehalten, und das Delikt ‚Tierquälerei’ wird nicht als solches erkannt. Die Menschen Mauretaniens sind ein offenes Volk, selbst in größter Armut vegetierend, haben sie immer ein Lächeln auf den Lippen - doch leider können sie aus existenziellen Gründen diese Güte nicht an ihre Tiere weiter geben. Wie dem auch sei, unsere Aufgabe ist es den Eseln in ihrer Not beizustehen, ihre Besitzer aufzuklären, ohne den mahnenden Zeigefinger zu erheben. Und seit 2005 sind wir sehr erfolgreich in diesem Bestreben, es ist uns gar gelungen eine mobile und eine fixe Klink, wo Eselbesitzer ihre Tiere kostenlos versorgen lassen können, aufzubauen! So fahren unsere (einheimischen) Tierärzte an fünf Tagen die Woche von Wasserstelle zu Wasserstelle und versorgen die Leidenden; niemals vergessen sie dabei den Fahrern einen ethischen ‚Unterricht‘ zu geben, ihnen die Folgen des Schlagens aufzuzeigen. Auch Arbeitsplätze, neben denen unserer Ärzte, haben wir geschaffen, weil wir nun vor Ort Halfter mit langen Seilen zum Lenken der Tiere fertigen lassen der Vorteil liegt klar auf der Hand: werden die Esel nun über die Zügel in die richtige Richtung gesteuert, ist keine Hand frei um den Schlagstock zu bedienen! Dann sollte es uns gelingen einen Radio-Spot zu verfassen und dieser hatte eine sensationelle Wirkung! Über einige Monate hinweg konnten die Menschen nun täglich mehrmals hören wie ein Geistlicher Koranstellen zitierte, welche eine Misshandlung von Tieren geißeln! Schon bei unserem vorletzten Besuch hörten wir beigeisterte Stimme zu dieser Einschaltung, und bei unserem letzten Aufenthalt vor einigen Wochen erzählten uns unterschiedlichste Menschen davon, wie sie nun des Öfteren beobachteten, dass PassantInnen schlagende Eselbesitzer auf Allahs Wort aufmerksam machten. An den Wasserstellen selbst wurden wir restlos überzeugt: es gab eindeutig weniger Wunden und so viel mehr den Eseln gut gesinnte Eselbesitzer! Ein historischer Erfolg! Und nebenbei schrieben wir auch Geschichte: Es ist der wohl allererste Tierrechtsspot, der jemals in Mauretanien, vielleicht sogar in ganz Afrika, on-air ging! Wir sind auf dem richtigen Weg und das ist ein Grund zur Freude! Zurücklehnen allerdings dürfen wir uns gerade jetzt keinen Millimeter nun gilt es diese neuen Errungenschaften zu etablieren! Eine Tatsache, die uns sehr zu schaffen macht, ist folgende: es gibt in Mauretanien viele Gastarbeiter, die Nouakchott aufsuchen, weil sie in der größte Ansieldung der gesamten Sahara ein besseres Auskommen für sich erhoffen. Sie bleiben nur für einige Monate meist so lange ein Visum lastet mieten sich für diese Zeit einen Esel, um damit wenigstens ein kleines Einkommen sicher zu stellen. Sie wissen, sie gehen bald wieder zurück nach Hause und möchten in dem kurzen Zeitraum der bleibt möglichst viel Geld verdienen der Esel wird so zum Teil eines Kreislaufes, wird zur übernatürlichen Anstrengung gezwungen, ohne Rücksicht auf das Morgen; eine Symbiose, welche für den Esel sehr oft tödlich endet... Auch eine Eselkrankheit macht uns schwer zu schaffen diese, mit grippeartigen Symptomen beginnend, lässt das infizierte Tier lethargisch werden, seinen Appetit auf Null sinken; 50 % der Angesteckten sterben daran! Dabei kann eine einfache Impfung im Wert von umgerechnet weniger als drei Euro dem Esel das Leben retten!