VEREIN RESPEKTIERE

Rinder  

In   Österreich   gibt   es   ca.   600.000   Milchkühe,   die   durchschnittlich   20   Liter   Milch   pro   Tag   geben,   manche "Hochleistungszüchtungen"   geben   bis   zu   50   Liter   Milch   am   Tag.   Kühe   produzieren   nur   Milch,   wenn   sie ein    Kalb    geboren    haben,    welches    durch    künstliche    Befruchtung    entsteht.    Die    von    der    Natur    her vorgesehene Stillperiode nennt man "Laktation". Doch   da   der   Mensch   die   Muttermilch   für   sich   beansprucht,   werden   die   Kälber   kurz   nach   ihrer   Geburt den   Muttertieren   weggenommen   und   sie   erhalten   ein   Gemisch,   das   man   Milchaustauscher   nennt,   einen minderwertigen   Ersatz.   Bis   zur   Mitte   des   20.   Jahrhunderts   hat   eine   Kuh   in   einer   Laktation   etwa   2500 Liter   Milch   produziert,   mittlerweile   ist   diese   Menge   auf   durchschnittlich   6000   -   7000   Liter   angewachsen. Es   gibt   auch   Züchtungen,   die   bis   zu   18000   Liter   Milch   in   einer   Laktation   produzieren.   Die   Fertilität   von solchen   Hochleistungskühen   ist   stark   vermindert,   meist   werden   sie   nur   zweimal   schwanger   und   dann zum   Schlachthof   gebracht,   weil   sie   ihren   Zweck   nicht   mehr   erfüllen   können.   Österreichische   Milchkühe haben 2004 rund 3.137.300.000 kg Milch produziert, das sind knapp 400 Liter (!) pro Einwohner im Jahr. Die   Tiere,   welche   zur   Fleischgewinnung   gezüchtet   werden,   sehen   in   der   Regel   ihr   Leben   lang   kein Sonnenlicht,   sie   sollen,   so   wie   alle   Masttiere,   in   kurzer   Zeit   viel   Gewicht   zunehmen   und   aus   diesem Grund   ist   Bewegung   unter   freien   Himmel   für   sie   nicht   vorgesehen.   Rindfleisch   "herzustellen"   ist   wohl   die effizienteste   Art   um   unsere   immer   knapper   werdenden   Ressourcen   zu   verschwenden.   Um   eine   Kalorie aus   Rindfleisch   zu   gewinnen   werden   10   Kalorien   aufgewendet,   für   ein   Kilo   Rindfleisch   über   10000   Liter Wasser    verschwendet.    Die    Erzeugung    von    Rindfleisch    und    Milchprodukten    ist    für    etwa    60%    der klimawirksamen Emissionen der Landwirtschaft verantwortlich. Für   die   Mast   werden   die   Kälber   ca.   eine   Woche   nach   ihrer   Geburt   von   der   Mutter   getrennt   und   in   eine winzige   Kälberbox   gepfercht.   Dort   bekommen   sie   als   Ersatz   für   die   Muttermilch   ein   Gemisch   aus Milchauszugsprodukten   und   Fett.   Durch   den   unnatürlich   hohen   Fettgehalt   dieses   Ersatzes   nehmen   sie am   Tag   ca.   1,3   Kilogramm   zu,   mit   Muttermilch   würden   sie   nur   600-700   Gramm   am   Tag   zunehmen.   Um das   Fleisch   schön   weiß   zu   erhalten,   werden   sie   künstlich   blutarm   gehalten.   Da   sie   Metall   ständig ablecken   würden   um   dadurch   Eisen   instinktiv   den   Eisenmangel   auszugleichen,   sind   die   Boxen   zumeist aus Holz.